Bronze für Ida Schwering (LG Brillux) bei den Deutschen Block-Meisterschaften

Die meisten Bundesländer haben – wie Nordrhein-Westfalen – noch Sommerferien. Dennoch zeigte sich der Leichtathletik-Nachwuchs am Wochenende bei den Deutschen U16-Blockwettkampf-Meisterschaften im ostwestfälischen Lage hochmotiviert und glänzte mit vielen guten Leistungen.

Für das beste Ergebnis aus westfälischer sorgte der glänzend aufgelegte Noah Braida (TV Wattenscheid & goldgas Talent-Team NRW), der im Block Sprint mit der neuen persönlichen Bestleistung von 3.179 Punkten vor Bruno Betz (TV Rot am See / 3.037 P.) und Ivo Ziebold (TV Cossebause / 3.011 P.) dominierte. „Ich hatte schon mit dem Titelgewinn geliebäugelt, habe mich aber mit diesbezüglichen Äußerungen zurückgehalten, weil im Mehrkampf bekanntlich viel passieren kann“, sagte der vielseitige Wattenscheider. Die Glanzlichter setzte er im 80-Meter-Hürdensprint, bei dem er mit 10,57 Sekunden auftrumpfte sowie im Hochsprung, bei dem er sich auf 1,83 Meter (bisher 1,75 m) verbesserte. Auch über 100 Meter konnte er sich mit 11,29 Sekunden (bisher 11,49 Sek.) über eine neue persönliche Bestzeit freuen.

Wattenscheids Trainer Sebastian Kraus fiel nach dem Erfolg seines Schützling ein Stein vom Herzen: „Nachdem unsere Erwachsenen zuletzt sehr viel Pech hatten, lief es für unsere Jugendlichen an diesem Wochenende erfreulicherweise deutlich besser. Die Goldmedaille von Noah ist nach unserer Verletzungsserie bei den Erwachsenen Balsam für unsere Seele.“

In einer Topform präsentierte sich auch die weibliche Jugend des TV Wattenscheid, die in der Besetzung Aaliyah-Laetitia Mbenda, Marie-Sophie Macke, Felina-Malin Fiener, Edda Koch und Jana Meier mit 13.387 Punkten vor der LG Frankfurt (13.172 P.) zu Titelehren kam. Die Trainer Michael Donath sowie Maike und Alexandra Schmidt hatten den blauweißen Leichtathletik-Nachwuchs vorbildlich auf diese Titelkämpfe vorbereitet.

Aaliyah-Laetitia Mbenda konnte neben dem Mannschaftsgold noch eine weitere Plakette mit nach Hause bringen. Mit 2.817 Punkten belegte sie im Block Wurf einen hocheinzustufenden dritten Rang. Herausragend waren dabei ihre 12,05 Sekunden über 80-Meter-Hürden.

Silber für Nele Sietmann
Eine große Aufholjagd gelang Jolanda Kallabis (LG Stockach) im Blockwettkampf Lauf der Klasse W14. Die junge Mehrkämpferin lag vor dem abschließenden 2000-Meter-Lauf lediglich an vierter Stelle und glänzte auf der Fünf-Runden-Distanz mit ausgezeichneten 6:39,81 Minuten. Mit 2.685 Punkten gewann sie damit Gold vor Nele Sietmann (LG Coesfeld / 2.624 P.) und Hilke Thamke (SC Neubrandenburg / 2.611 P.). Die Coefelderin erfreute vor allem im Ballwurf, wo sie mit respektablen 54,50 Metern die zweitbeste Tagesweite erzielte.

Eine weitere Plakette für die LG Coesfeld, die eine gute Nachwuchsarbeit leistet, gab es durch Pia Meßing, die im Block Sprint/Sprung der Klasse W14 insgesamt 2.683 Punkte sammelte und damit auf den Bronze-Rang kam. Die 14-Jährige gefiel vor allem im Speerwerfen mit 35,14 Meter und im 80-Meter-Hürdensprint mit 12,80 Sekunden.

Recht erfreulich ist auch der Bronze-Rang von Ida Schwering (LG Brillux Münster) im Blockwettkampf Sprint/Sprung der Klasse W15 mit 2.769 Punkten. Die Münsteranerin sammelte die meisten Punkte über 100 Meter (12,78 Sek.), im 80-Meter-Hürdensprint (12,24 Sek.) und im Weitsprung (5,28 m).

Im Blockwettkampf Wurf (M15) war Mark Petruschka (TV Mettingen) mit 11,45 Sekunden über 100 Meter, 10,73 Sekunden über 80-Meter-Hürden und 5,97 Meter im Weitsprung furios gestartet und lag zeitweilig auf Rang eins. Allerdings konnte er diese Führung nach seinen Resultaten in den Wurfwettbewerben nicht mehr halten. Dennoch ist sein dritter Rang mit 3.136 Punkten aller Anerkennung wert.

Viel Lob für Ausrichter Lage
Viel Lob gab es nach der zweitägigen Veranstaltung für die vorbildliche Durchführung der Titelkämpfe. „Man hat gespürt, dass das Kampfrichter- und Organisationsteam erfahren im Mehrkampf-Bereich ist. Von dem hohen Standard in Lage haben alle Beteiligten profitiert. Erfreulich ist auch, dass die Stadt sehr leichtathletik-freundlich ist und recht viel in die Anlagen investiert hat. Dadurch wird auch langfristig dieser Standort gesichert“, erklärte Susanne Berlinghoff.

Im vergangenen Jahr fielen die Deutschen U16-Blockmeisterschaften aus, weil kein Ausrichter für diese Titelkämpfe gefunden wurde. Die Stellvertretende Vorsitzende des Bundesausschusses Jugend freute sich daher, dass dieses Meisterschaftsangebot in Lage eine Neuauflage fand. „Die Blockwettkämpfe bilden für die Jugendlichen eine gute Möglichkeit, Mehrkampferfahrungen zu sammeln. Für viele bilden sie auch den ersten Start bei einer Deutschen Meisterschaft, wo sie die entsprechenden Abläufe kennenlernen. Das ist sicherlich eine nachhaltige Erfahrung für ihre weitere Laufbahn“, betonte Berlinghoff.

12.08.2019 von: Norbert Krevert