Stadtis Frauen: SC Gremmendorf gewinnt den begehrten Titel!

Foto: Peter Leßmann
Text: Heimspiel

Sie hatten zwar darauf gehofft, aber nicht damit gerechnet. Der SC Gremmendorf krönt sich vor heimischer Kulisse zum Stadtmeister der Frauen 2018! Dem vorausgegangen war ein packendes Finale, in dem sich der Gastgeber letztlich mit 2:0 durchsetzte. Während der Westfalenligist ausgelassen jubelte, musste der vermeintliche Topfavorit bereits nach dem Halbfinale seine Sachen packen.

Als die Schlusssirene im Finale ertönte, brachen in der Gremmendorfer Halle alle Dämme. Spieler und Trainer ließen sich minutenlang vom heimischen Publikum feiern. Der SCG war am Ziel seiner Träume angekommen. Der Weg dorthin war für Trainer Mark Dillmann und seine Spielerinnen geprägt von Spannung und Dramatik in den entscheidenden Partien, bei denen der Westfalenligist auch das Glück auf seiner Seite wusste. Sinnbildlich war hierfür auch das Endspiel: Der Landesligist Wacker Mecklenbeck war eigentlich die bessere Mannschaft und erkämpfte sich Chance um Chance, scheiterte jedoch ein ums andere Mal an der stark aufspielenden SCG-Torfrau Daria Jevric. So war es am Schluss die alles überragende Daniela Karmann, die mit ihren Treffen (2./10.) für Gremmendorf den Unterschied ausmachte.

Der Tag der Gremmendorfer Stürmerin wurde sogar noch besser, denn sie ergatterte mit den Titeln der besten Torjägerin und der besten Spielerin des Turniers gleich zwei der drei persönlichen Ehrungen und nahm diese freudestrahlend entgegen. Groß hingegen war die Enttäuschung nach dem zweiten verlorenen Finale innerhalb von 14 Tagen bei Wacker. „Der Stachel sitzt tief“, meinte Mecklenbeck-Trainer André Frankrone nach dem Turnier. Besonders bitter war für ihn und sein Team, dass es den Gastgeber in der Zwischenrunde noch mit 3:1 geschlagen hatte.

Neben Daniela Karmann (beste Spielerin, beste Torschützin) sahnte auch Saxonias Theres Wittorf ab.
Papageien im Pech

Ähnlich unglücklich verlief das Turnier für den UFC Münster. Der Vorjahressieger verlor sein Halbfinale im Neunmeterschießen gegen den SC Gremmendorf mit 1:3. Zuvor hatte der UFC Personalsorgen zu beklagen: Torhüterin Katharina Rozmiarek fiel krankheitsbedingt aus. Somit musste mit Maren Schulte eine Feldspielerin bei den Papageien ins Tor. Diese hatte dann im Neunmeterschießen bei keinem Gremmendorfer Versuch eine wirkliche Abwehrchance. „Uns hat heute einfach das Glück gefehlt“, resümierte UFC-Coach Julian Offermann den Endrundentag seines Teams. Trotzdem habe er mit seiner Truppe aus den Turnier etwas Positives mitnehmen können.

Eines dieser positiven Dinge war sicherlich das Spiel um Platz drei. In diesem bewies der UFC nochmal seine Klasse und fegte GW Amelsbüren mit 7:0 aus der Halle. Trotzdem war auch dieser vierte Platz für den Bezirksligisten ein riesiger Erfolg, da er in der Zwischenrunde gegen den höherklassigen 1.FC Gievenbeck gewann und so etwas überraschend ins Halbfinale einzog. Dennoch fand auch Gievenbecks Trainer Thomas Rehbinder die Leistung seiner Spielerinnen „in Ordnung“. Ebenfalls in der Zwischenrunde gescheitert war der TuS Saxonia Münster. Doch auch bei der Bezirksliga-Truppe war nicht alles schlecht: Ihre Torhüterin Theres Wittorf wurde sogar als Turnier-Beste ihrer Zunft ausgezeichnet.

29.01.2018 von: Norbert Krevert