Jugendförderpreis: Gute Jugendarbeit verdient mehr als Applaus
– Fußballkreis Münster zeichnet Vereine für besonderes Engagement im Nachwuchsbereich aus – Bewerbungen bis zum 31. März 2027 möglich –
Jugendarbeit ist Herzblut, Verantwortung und Zukunft. In den Vereinen des Fußballkreises Münster engagieren sich tagtäglich zahlreiche Menschen dafür, dass Kinder und Jugendliche Fußball spielen, Gemeinschaft erleben und sich in ihrem Verein wohlfühlen. Dieses Engagement soll künftig noch stärker in den Mittelpunkt gerückt werden: Der Kreisjugendausschuss hat den Jugendförderpreis des Fußballkreises Münster ins Leben gerufen.
Ausgezeichnet werden Vereine für eine hochwertige und verantwortungsvolle Jugendarbeit
Ausgezeichnet werden Vereine, die sich in besonderer Weise für eine hochwertige und verantwortungsvolle Jugendarbeit einsetzen. Dabei geht es ausdrücklich nicht allein um sportliche Erfolge. Vielmehr soll sichtbar werden, was einen Verein in seiner Jugendarbeit besonders macht – von innovativen Ideen und nachhaltigen Projekten über ehrenamtliches Engagement bis hin zu Wertevermittlung und sozialer Verantwortung.
Sichtbar machen, wie vielfältig und wertvoll diese Arbeit ist
„Wir wollen nicht nur die Vereine auszeichnen, die gute Jugendarbeit leisten. Wir wollen vor allem sichtbar machen, wie vielfältig und wertvoll diese Arbeit ist und anderen Vereinen Ideen und Anregungen geben“, erklärt Ruben Hutter, Koordinator für sportbegleitende Jugendarbeit und Betreuer des Jugendförderpreises. „In vielen Vereinen passiert unglaublich viel, was nach außen vielleicht gar nicht wahrgenommen wird. Genau diese Arbeit möchten wir ins Rampenlicht rücken.“
Was macht gute Jugendarbeit aus?
Die Ausschreibung macht deutlich: Im Mittelpunkt stehen die pädagogischen und sozialen Aspekte der Vereinsarbeit. Fair Play, Respekt, Teamgeist, Integration, Inklusion und soziale Verantwortung gehören ebenso dazu wie präventive Maßnahmen gegen Gewalt, Mobbing und Rassismus. Auch das Engagement im Mädchenfußball, außersportliche Angebote und soziale Projekte werden besonders berücksichtigt.
Sportliche Strukturen
Daneben fließen die sportlichen Strukturen in die Bewertung ein. Berücksichtigt werden unter anderem die Qualifikation der Trainerinnen und Trainer, eine durchgängige Jugendarbeit über mehrere Altersklassen, individuelle Förderangebote sowie die Teilnahme an Förderprogrammen und Kooperationen im Bildungsbereich. Auch ein Jugendkonzept oder Leitbild, die Gewinnung junger Menschen für das Ehrenamt und die Kommunikation mit Eltern spielen eine Rolle.
Gesamtbild eines Vereins
„Uns war wichtig, den Begriff Jugendarbeit bewusst weit zu fassen“, sagt Hutter. „Es geht um das Gesamtbild eines Vereins. Vielleicht ist es ein besonderes Projekt, vielleicht eine tolle Idee zur Integration, vielleicht ein starkes ehrenamtliches Team oder einfach eine besondere Kultur im täglichen Miteinander. Wir wollen wissen: Was macht euren Verein aus?“
Auch das Engagement eines Vereins über den eigenen Sportplatz hinaus findet Eingang in die Bewertung. Kooperationen mit Schulen und Institutionen, die Teilnahme an Aktionen des Verbandes oder des Kreises, innovative Projektideen und ein sichtbarer gesellschaftlicher Beitrag können zusätzliche Pluspunkte bringen.
Punktesystem und Jury entscheiden
Die Bewertung erfolgt zu gleichen Teilen über ein Punktesystem und eine Juryentscheidung. Während das Punktesystem für eine strukturierte und nachvollziehbare Bewertung sorgt, soll die Jury die qualitative Betrachtung und unterschiedliche Perspektiven einbringen.
Faire und zugleich möglichst umfassende Bewertung
„Damit wollen wir eine faire und zugleich möglichst umfassende Bewertung gewährleisten“, erläutert Bernhard Niewöhner, Vorsitzender des Kreisjugendausschusses. „Uns interessiert nicht nur, was auf dem Papier steht. Wir wollen die Geschichten hinter den Projekten und hinter dem ehrenamtlichen Engagement kennenlernen.“
Unterstützung durch den Kreisvorstand
Der Kreisvorstand unterstützt die Initiative ausdrücklich. Kreisvorsitzender Norbert Krevert und der gesamte Kreisvorstand sehen im Jugendförderpreis eine wertvolle Ergänzung der Arbeit des Kreisjugendausschusses und unterstreichen zugleich die hervorragende Arbeit, die der Ausschuss für den Jugendfußball im Fußballkreis Münster leistet.
Attraktive Preise für die drei Erstplatzierten
Auch die Prämierung soll mehr sein als Pokal und Urkunde. Der erste Platz erhält ein Gesamtpaket im Wert von 1.000 Euro. Dazu gehören unter anderem eine besondere Stadionaktion beim SC Preußen Münster, ein Gutschein für Teamausrüstung, eine Fortbildung für Trainerinnen und Trainer sowie eine öffentliche Ehrung im Rahmen einer Veranstaltung des Fußballkreises Münster.
Der zweite Platz wird mit einem Gesamtpaket im Wert von 300 Euro, der dritte Platz mit 200 Euro ausgezeichnet. Beide Pakete beinhalten unter anderem einen Gutschein für Teamausrüstung, eine Fortbildung für das Trainerteam und eine öffentliche Ehrung im Rahmen einer Veranstaltung des Fußballkreises Münster.
Unterstützung der Vereine in ihrer Arbeit
„Wir möchten mit den Preisen nicht nur Danke sagen, sondern die Vereine ganz konkret in ihrer weiteren Arbeit unterstützen“, betont Niewöhner. „Denn genau darum geht es: Gute Jugendarbeit soll Anerkennung bekommen – und gleichzeitig weiterentwickelt werden.“
Bewerbungsschluss ist der 31. März 2027
Für die Bewerbung steht ein eigens entwickelter Fragebogen zur Verfügung. Bewerbungsschluss ist der 31. März 2027. Die lange Bewerbungsfrist soll den Vereinen ausreichend Gelegenheit geben, sich mit der eigenen Jugendarbeit auseinanderzusetzen, Projekte und Ideen zusammenzutragen und gemeinsam eine Bewerbung zu erstellen, die das Engagement des Vereins wirklich widerspiegelt.
Fragebogen Jugendförderpreis des Fußballkreises Münster
„Nehmt euch die Zeit, sprecht miteinander und holt diejenigen ins Boot, die eure Jugendarbeit jeden Tag mit Leben füllen“, appelliert Ruben Hutter an die Vereine. „Und dann zeigt uns, was in eurem Verein steckt.“