Elias Sansar schnellster deutscher Läufer beim Münster-Marathon

James Barmasai hat die Siegesserie der kenianischen Läufer beim 18. Internationalen Münster-Marathon fortgesetzt. Barmasai siegte auf der 42,195 km langen Distanz bei idealen Laufbedingungen in 2:11:40 Stunden vor seinen beiden Landsleuten Edwin Kirwa (2:12:58 Std.) und Mark Kangogo (2:14:38 Std.).

Schnellster Deutscher Läufer war Elias Sansar (LG Lage – Detold/ Bad Salzuflen), der das Ziel auf dem Prinzipalmarkt  in Münster in 2:24:13 erreichte und damit drei Minuten über seiner persönlichen Bestzeit blieb. „Ich habe mich heute unwahrscheinlich gut gefühlt. Ich bin über weite Strecken des Rennens alleine gelaufen und hatte keine Windschatten. Wenn ich mehr Unterstützung gehabt hätte, wäre für mich wahrscheinlich eine neue Bestzeit herausgesprungen“, mutmaßte der 39-jährige kaufmännische Angestellte, der sich mit einem Aufwand von 140 bis 150 Kilometer pro Woche auf den Münster-Marathon vorbereitet hat. Bereits am 13. Oktober will er beim Lauf „Rund um den Baldeneysee“ in Essen wieder über die Marathonstrecke starten.

Sehr mit sich zufrieden zeigte sich auch Lokalmatador David Schönherr (LSF Münster), der als Achter trotz seiner schnellen Zeit von 2:28:19 Stunden noch erstaunlich frisch war. „Ich habe den Lauf richtig genossen. Ich bin auf der ersten Streckenhälfte bei den schnellsten Frauen mitgelaufen, doch dann wurde mir der Lauf zu unrund, sodass ich mich bei 23 Kilometer von den Damen verabschiedet habe und mein Rennen allein gelaufen bin. Durch die umfangreiche Vorberichterstattung haben mich viele Zuschauer namentlich angefeuert. Das war unwahrscheinlich motivierend für mich. Ich bin mega-zufrieden.“

Bei den Frauen dominierte Chaltu Negasa (Äthiopien) in 2:30:59 Minuten vor ihrer Teamkollegin Chaltu Chawo (2:31:09 Std.) und Cynthia Chepchirchir Kosgei (Kenia, 2:32:50 Std.). Von den deutschen Läuferinnen konnte sich die Lokalmatadorin Miriam Zirk (LSF Münster) als Achte in der neuen persönlichen Bestzeit von 2:44:33 Stunden (bisher 2:46:56 Std.) am besten platzieren. „Die ersten15 Kilometer habe ich genossen, ab Kilometer 25 habe ich dann meine Beine gemerkt und musste dann richtig hart kämpfen. Ich bin in Münster schon einmal vor sieben Jahren gelaufen und hatte die Strecke leichter in Erinnerung, allerdings waren die äußeren Bedingungen heute ideal. Da konnte man nicht  meckern“, meinte die für den LSF Münster startende Sendenhorsterin, die einen Lehrauftrag an der Uni Münster hat und vor kurzem damit begonnen hat, ihre Doktor-Arbeit zu schreiben.

Lauf war ein großes Freudenfest

Zu einem wahren Freudenfest verwandelte sich der diesjährige Volksbank-Münster-Marathon bei allen Läuferinnen und Läufern, egal, ob sie über die Originaldistanz, die Staffeldistanz oder auf kürzeren Distanzen ohne Wettkampfcharakter unterwegs waren. Begeistert wurden die Läuferinnen und Läufer an allen acht Bühnen im Stadtgebiet und ganz besonders auf der langgestreckten Wegstrecke der letzten zwei Kilometer von einem begeisterten Publikum, aber auch den vielen Künstlern an der Strecke mit Stelzenläufern, Bands, Cheerleadern, Trommelgruppen usw. empfangen. Insbesondere als die 300 Kinder kamen oder die Läuferinnen und Läufer mit Beeinträchtigungen, aber auch die Marathonläufer, die sich mittels Brems- und Zugläufer eine gewisse Zeit vorgenommen hatten – sie wurden heruntergezählt und mit langanhaltendem „Klatschmarathon“ belohnt. Da wurde die ein oder andere Bestzeit „geknackt“. Man kann wahrlich sagen: Münster war am Sonntag im Ausnahmezustand. Mehr Gefühl geht nicht – mehr Gänsehaut auch nicht.

Über 9.500 Läuferinnen und Läufer starteten bei der 18. Auflage des Münster-Marathons, der damit zu den größten Veranstaltungen dieser Art in NRW zählt.

09.09.2019 von: Norbert Krevert